Die weisse Rose
Ein ergreifendes Theaterstück über die Geschwister Scholl



Inhalt

Frühjahr 1942. Die junge Sophie Scholl reist nach München, um dort wie ihr Bruder Hans zu studieren, der in der Münchener Studentenkompanie seinen Militärdienst leistet. Der Zweite Weltkrieg tobt bereits seit drei Jahren, doch fern ab von der Front erleben sie zunächst ein unbeschwertes Studentenleben.

Zusammen mit ihren Kommilitonen und Freunden Alexander Schmorell, Willi Graf und Christoph Probst entwickeln sich angeregte Diskussionsrunden über Hitler und seine Terrorherrschaft. Die von den Studenten schon in frühen Jahren erworbene kritische Haltung und Ablehnung des Nationalsozialismus lässt die Idee eines gewaltfreien Widerstandes entstehen.

Zunächst in Flugblättern und später mit Wandparolen fordern sie zum Widerstand gegen Hitler auf. Sophie Scholl entdeckt erst später, wer hinter den Aufsehen erregenden Flugblattaktionen steckt.
Mit in die WEISSE ROSE eingeweiht, wird auch Sophie Scholl sehr schnell zu einer Stütze der kleinen Widerstandsgruppe.

Die Arbeit der WEISSEN ROSE wird im Juli 1942 durch die Abkommandierung von Hans Scholl und den anderen Mitgliedern an die Ostfront unterbrochen. Dort erleben sie das ganze Grauen des Krieges und den Vernichtungsfeldzug der deutschen Wehrmacht.

Die Erfahrung an der Front und das Erleben des Warschauer Ghettos prägen in den Folgemonaten die Arbeit der WEISSEN ROSE. Der Widerstand wird intensiviert und Kontakte zu Widerstandsgruppen in anderen Städten hergestellt. Ihr Münchener Professor Kurt Huber schreibt, inzwischen in die WEISSE ROSE eingeweiht, ein weiteres Flugblatt.

Den Winter 1942/43 über arbeitet die Gruppe unter dem Eindruck, dass die politische Stimmung umschlägt, bis zur Erschöpfung ihrer menschlichen Kräfte. Euphorisch und verzweifelt zugleich werden Hans und Sophie Scholl bei ihren Flugblattaktionen immer leichtsinniger. Auch bei ihrer Verhaftung am 18. Februar 1943 im Lichthof der Münchener Universität glaubten die Geschwister Scholl fest an ihre baldige Entlassung und an den Sturz der Hitlerdiktatur. Erst nach und nach müssen sie erkennen, dass ihnen ihr politischer Widerstand das Leben kosten wird.

In einem kurzen Schauprozess durch den Präsidenten des Volksgerichtshofes Freisler werden sie zusammen mit Christoph Probst zum Tode verurteilt.
Das Urteil wird nur vier Tage später, am 22. Februar 1943 durch das Fallbeil vollstreckt.






Inszenierung

Vor nunmehr 60 Jahren veröffentlichten DIE WEISSE ROSE und andere Widerstandsgruppen in vielen Teilen Deutschlands ihre Meinung über den Schrecken und Terror des Nationalsozialismus.
Die Geschichte der WEISSEN ROSE und das kurze Leben der beiden Geschwister Hans und Sophie Scholl sind ein spannender Stoff für das Theater.
Ihre Persönlichkeiten und die couragierte Entscheidung zum Widerstand gegen den Nationalsozialismus machen die Inszenierung zu einem hoffnungsvollen und spannungsgeladenen Zeugnis der deutschen Geschichte.

Als Wirkungsvoll hat sich das Bühnenkonzept erwiesen, sich bei der Geschichte um die WEISSE ROSE auf Hans und Sophie Scholl zu konzentrieren und die anderen Mitglieder des Widerstandes in ihren Erzählungen leben zu lassen. So lässt sich die Intensität der Beziehung der beiden Geschwister und die Ereignisse ihres kurzen Lebens in einer eindrucksvollen Art und Weise zeigen.

Das NEUE TENDENZ THEATER versucht, die Zeit des Nationalsozialismus und des Widerstandes in einer packenden Form lebendig werden zu lassen, ohne dabei ein Geschichtsdrama zu zeigen bzw. mit erhobenem Zeigefinger Charaktere zu glorifizieren. Vielmehr stellt die Inszenierung und das Theaterstück der WEISSEN ROSE eine subjektive Vorstellung an, wie das Leben der Geschwister Scholl verlaufen sein könnte.

Das Theaterstück über DIE WEISSE ROSE richtet sich sowohl an Jugendliche ab 16 Jahren als auch an erwachsene Zuschauer.



Besetzung


Hans Scholl: Harry Heib
Sophie Scholl: Claudia Brasse

Inszenierung:
Jürgen Eick
Bühne: Dagmar Hagen
Text: Jürgen Eick / Neues Tendenz Theater

Technik:
Volker Probst
Photos: Claudia Goertsches / Raimonds Bursch
Aufführungsdauer: 80 Minuten ohne Pause

Bühnenrechte:
Neues Tendenz Theater / Jürgen Eick
Premiere: 4. Dezember 1997 im Theater am Schlachthof Neuss
© eine Produktion des NEUEN TENDENZ THEATERS mit freundlicher Unterstützung des Theater am Schlachthof Neuss/Eigen-art e.V., dem Kulturamt der Stadt Neuss und dem Land Nordrhein-Westfalen.



Bühnentechnik


Bühne: ca. 5m x 5m Hauptbühne + ca. 2 Meter Spielfläche vor der Bühne
auf der Bühne sollte sich jeweils an beiden hinteren Seiten oder Ecken ein Abgang (ein Vorhang oder eine Wand) befinden
ist die Bühne höher als 50 cm sollte eine Treppe (nach Möglichkeit in der Mitte) vorhanden sein der Bühnenhintergrund sollte neutral in schwarz sein
Licht: Benötigt wird eine der Bühne angepasste Beleuchtungsanlage mit Lichtstellpult.
Damit müssen mindestens folgende Lichtstimmungen realisiert werden:
- hintere Bühne weiß
- vordere Bühne weiß
- rechte vordere Bühnenecke blau
- linke vodere Bühnenecke rot
- weißer Spot auf Bühnenmitte
- u.U. Verfolgerscheinwerfer
über dem Tisch hängt eine von uns mitgebrachte handelsübliche Deckenlampe mit einer 60 Watt-Birne - dafür sollte eine Aufhängungsmöglichkeit und einen Versatz in der Nähe vorhanden sein
Ton:
- dem Saal angepasste Beschallungsanlage
- Tonmischpult
- Anschlussmöglichkeit für einen MD-Player oder vorhandener MD-Player mit Autopause-Funktion
(Licht und Ton sollten so stehen, dass sie von einem Techniker parallel bedient werden können. Sollte dies nicht gegeben sein, wird eine Hilfskraft benötigt.)
Aufbau/Einrichtung: ca. 2 Stunden
Für die Aufbauzeit wird eine Hilfskraft benötigt, die bei der technischen Einweisung der Licht- und Tonanlage behilflich ist.
Garderoben: Garderoben für zwei Schauspieler in Bühnennähe
Offenes Feuer: 1 Kerze für ca. 2 min. / zwei Zigaretten
Spielzeit: ca. 80 min. ohne Pause



Presse
(Auswahl)

Brunsbütteler Rundschau, 21.6.2002
Die Geschichte um die Münchener Widerstandsbewegung wurde allein aus der Perspektive der Geschwister Scholl erzählt. Doch das gab der Inszenierung ein großes Potential an Spannung. (…) Im Zusammenspiel mit Lichteffekten und eindringlicher Musik kehrten die ausdruckstarken Mimen die mutigen, aber verletzten Seelen ihrer historischen Rollen nach außen. (..) Sichtlich berührt verließen viele Schüler den Saal.


Südkurier, 21.3.2000
Höchstes Lob verdient auch das Spiel von Jens Neutag und Claudia Brasse. Glaubwürdig, authentisch und leidenschaftlich, das Publikum ist mittendrin, betroffen, ergriffen, erregt, die Anspannung liegt spürbar im Raum. (…) Es ist vielleicht das größte Verdienst dieser Inszenierung, dass sie Gefühle vermittelt.


Rheinische Post, 27.6.2000
Jens Neutag und Claudia Brasse verzichteten in den Rollen von Hans und Sophie Scholl auf überladene Dramatik und stießen die Schülerinnen und Schüler (..) direkt in ein erschütterndes Kapitel deutscher Geschichte. Fasziniert und berührt, nachdenklich aber bewusst erlebten die Gymnasiasten das Spiel der engagierten Darsteller.


Main-Rhein Zeitung, 6.9.2000
Mit wenigen Mitteln hat das Neue Tendenz Theater den Stoff lebendig gemacht. Eindrucksvoll vermittelt es Gefühlslagen und Stimmungen.


Delmenhorster Kurier, 13.11.2000
Glaubwürdig wird die Inszenierung vor allem durch das Fehlen sämtlicher Schnörkel und Effekte. Die Beschränkung auf das Geschwisterpaar als Handlungsträger macht die Beziehung zwischen beiden noch intensiver.


Täglicher Anzeiger Holzminden, 30.4.2001
Claudia Brasse und Jens Neutag überzeugten durch eine ebenso sensible wie intensive Interpretation ihrer Rollen.


Neue Westfälische, 18.5.2001
Und die beiden jungen Schauspieler vom Neuen Tendenz Theater schafften es, 80 Minuten lang die Spannung ansteigen zu lassen, Gefühle glaubhaft auszudrücken und das Publikum mit ihren Dialogen enorm zu fesseln.


Lippische Landeszeitung, 26.4.1999
Die Darstellung der Weißen Rose als Theaterstück des Neuen Tendenz Theaters gereicht durch die Beschränkung der Akteure auf die Geschwister Scholl zu einer ergreifenden Charakterstudie, frei von jeder Heldenverehrung.


Westfälische Rundschau, 4.2.1999
Glaubhaft und überzeugend dargestellt wird die Wandlung vom HJ-Fähnleinführer zum Widerstandskämpfer. ... Beeindruckend die Darstellung mit den bescheidenden Mitteln: zwei Stühle, Koffer, einen Tisch und ein paar Bücher. Mehr braucht das Stück nicht, um Sorgen und Leid erfahrbar zu machen.


Ahlener Zeitung, 27.2.1999
Beeindruckend spielten Jens Neutag und Claudia Brasse das Geschwisterpaar und inszenierten gekonnt die Ernsthaftigkeit ihres Tuns. Dabei war die Erzählung kein Geschichtsdrama, sondern ein gelungener Versuch die Zeit des Nationalsozialismus lebendig werden zu lassen. Es gelang den beteiligten, ein subjektives Bild über das Leben der Geschwister zu zeichnen und ihren Eifer im Widerstand gegen die Nazi-Barbarei aufzuzeigen.


Hann. Mündener Nachrichten, 20.3.1999
Sehr plastisch wurden die Gefühle der Figuren herausgearbeitet.


Neue Westfälische, 21.4.1999
In der Inszenierung von Jürgen Eick durchlebt der Zuschauer ein Wechselbad der Gefühle, wird mitgezogen von der Heiterkeit der Beiden, grübelt mit ihnen, als sie nachdenklich über der antiken Schreibmaschine hocken und fühlt mit ihnen, als sie immer wieder von der Gestapo in Haft genommen werden.


Westfälische Rundschau, 4.2.1999
Glaubhaft und überzeugend dargestellt wird die Wandlung vom HJ-Fähnleinführer zum Widerstandskämpfer. ... Beeindruckend die Darstellung mit den bescheidenden Mitteln: zwei Stühle, Koffer, einen Tisch und ein paar Bücher. Mehr braucht das Stück nicht, um Sorgen und Leid erfahrbar zu machen.


Ahlener Zeitung, 27.2.1999
Beeindruckend spielten Jens Neutag und Claudia Brasse das Geschwisterpaar und inszenierten gekonnt die Ernsthaftigkeit ihres Tuns. Dabei war die Erzählung kein Geschichtsdrama, sondern ein gelungener Versuch die Zeit des Nationalsozialismus lebendig werden zu lassen. Es gelang den beteiligten, ein subjektives Bild über das Leben der Geschwister zu zeichnen und ihren Eifer im Widerstand gegen die Nazi-Barbarei aufzuzeigen.


Hann.Mündener Nachrichten, 20.3.1999
Sehr plastisch wurden die Gefühle der Figuren herausgearbeitet.


Neue Westfälische, 21.4.1999
In der Inszenierung von Jürgen Eick durchlebt der Zuschauer ein Wechselbad der Gefühle, wird mitgezogen von der Heiterkeit der Beiden, grübelt mit ihnen, als sie nachdenklich über der antiken Schreibmaschine hocken und fühlt mit ihnen, als sie immer wieder von der Gestapo in Haft genommen werden.


Lippische Landeszeitung, 26.4.1999
Die Darstellung der Weißen Rose als Theaterstück des Neuen Tendenz Theaters gereicht durch die Beschränkung der Akteure auf die Geschwister Scholl zu einer ergreifenden Charakterstudie, frei von jeder Heldenverehrung.


Remscheider Stadtpost, 13.2.1998
Um Schulstoff fächerübergreifend zu transportieren, meint Geschichts- und Soziologielehrer Jürgen Müncher, ist ein solches, so persönlich gestaltetes Theaterstück das Beste, was es gibt.


Münstersche Zeitung, 24.10.1998
Vom ersten Moment an fesselnd, manchmal sogar beklemmend, vollzogen die Schauspieler den Sinneswandel und das aufrührerische Tun der Geschwister Scholl nach.


Westfälische Rundschau, 24.10.1998
Als Vormittagsvorstellung für die Gymnasien präsentiert kam der Widerstand der Geschwister Scholl in atmosphärisch dichter, geballter Form zur Sprache. ... Die intensive Beziehung der Geschwister wurde ebenso hervorgehoben wie ihr immer verzweifelter werdender Versuch, die Öffentlichkeit durch Aufklärung wachzurütteln.