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Du bist das Volk!
Das Grundgesetz als Hauptprotagonist in einem Theaterstück? Jawoll!
Thema
„Das politische Interesse der Jugendlichen geht
weiter zurück.“
So lapidar fasst die „Shell-Jugendstudie 2000“ eine Entwicklung zusammen, die sich bei genauerem hinsehen als sehr dramatisch präsentiert: Nicht nur die Wahlbeteiligung unter den jungen Menschen geht zurück, auch das immense persönliche Desinteresse an Politik, die Distanzierung zu politischen Prozessen, die politische Entfremdung, Anomie und die erschreckende Anpassungsbereitschaft sind Kennzeichen der aktuellen politischen Entwicklung unter Jugendlichen.
So kommen die Autoren der Shell-Studie 2000 zum Schluss: „Wenn es gelingt, das Verständnis für gesellschaftliche Zusammenhänge bei den Jugendlichen zu steigern, so wird auch ihre Distanz zu Politik kleiner werden. Es ist sicher nicht damit getan, lediglich den Versuch zu unternehmen, Politik besser zu verkaufen oder demokratische Regeln einzuüben.“
Aber gibt es auch geeignete Mittel, um Jugendlichen ein solches Thema zu präsentieren? Abseits von Bildungsauftrag, Kulturauftrag, Staatsbürgerkunde und theoretischem Unterricht?
Hier tut sich ein weites künstlerisches und für Jugendtheater relevantes Feld auf. Ohne Zeigefinger und „doppelten Bildungsboden“. Theater als der Versuch, Spaß und Lust auf Einmischung in die Politik und den politischen Alltag zu wecken.
Und so wurde die Idee geboren, im Jahr der Bundestagswahl 2002 ein Jugendtheaterstück zum Thema Demokratie und Grundgesetz anzubieten, dass Schülern ab der Jahrgangsstufe 8, aber auch einem erwachsenem Publikum Lust auf Politik macht.
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“DU bist das Volk” wurde beim Jugendtheaterfestival “TheaTrend 2005” mit dem 1. Preis ausgezeichnet!
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Inhalt
Zwei Schauspieler bekommen den Auftrag, den anwesenden Zuschauern das Grundgesetz näher zu bringen. Doch wie soll man trockene Paragraphen und deren Auswirkungen auf den coolen Alltag von Jugendlichen vermiteln? In Zeiten, wo Westerwelle für Haarwuchsmittel und der Bundespräsident für einen Fußballtrainer gehalten wird, muss man sich einiges einfallen lassen. Und so kommen die Schauspieler auf die verrücktesten Ideen: Das Grundgesetz als Bravo-Foto-Lovestory, die Bundestagswahl als Casting-Show oder Improvisationstheater als Zeichen für demokratische Mitwirkungsrechte der Zuschauer. Das Volk sitzt schließlich im Publikum, doch es soll nicht mehr zum Zuhören verdammt sein.
Das NEUE TENDENZ THEATER beweist, dass man politische Themen auch für ein jugendliches Publikum unterhaltsam auf die Bühne bringen kann.
DU BIST DAS VOLK! ist kein Lehrstück, das den Anspruch erhebt, das Grundgesetz in allen bedeutenden Dimensionen vorzustellen. Ziel des Stückes ist es, einen lockeren Zugang zu Politik und Demokratie herzustellen. Für Jugendliche kann es als Ausgangspunkt für Diskussionen und Beschäftigung mit diesem Thema dienen, für Erwachsene kann es ein kleines Mittel gegen allzu große Politikverdrossenheit sein.
DU bist das Volk ist ein Theaterstück für Erwachsene und Jugendliche ab 14 Jahren
Eine Produktion des NEUEN TENDENZ THEATERS in Zusammenarbeit mit dem Theater am Schlachthof Neuss mit freundlicher Unterstützung der Stadt Neuss, dem Land Nordrhein-Westfalen und der LAG Soziokultureller Zentren.
DAS GRUNDGESETZ
Inkraftsetzung: Am 23.05.1949 wurde die Verfassung der Bundesrepublik Deutschland verkündet und trat einen Tag später, am 24.05.1949, in Kraft.
Tourneekonzept
Das Grundgesetz besteht aus einem Vorwort und 14 Abschnitten.
Abschnitt I enthält die Grundgesetze, die mit den Menschenrechten weitgehend identisch sind. Diese können nicht außer Kraft gesetzt werden.
In Abschnitt II werden allgemeine Grundsätze über die Staatsform und die Aufgaben von Bund und Ländern sowie deren Verhältnis zueinander behandelt.
In den Abschnitten III bis VI werden Aufgaben und Zuständigkeitsbereiche der Verfassungsorgane im Bereich der legislativen-, der exekutiven- sowie der judikativen Gewalt festgelegt.
Der Abschnitt VII regelt die Kompetenz des Bundes und der Länder bei der Gesetzgebung.
Die Abschnitte VIII und VIIIa enthalten Bestimmungen über die Ausführung der Bundesgesetze, die Gemeinschaftsaufgaben und die Bundesverwaltung.
Abschnitt IX behandelt die Rechtsprechung.
Abschnitt X regelt das Finanzwesen von Bund und Ländern (z.B. Länderfinanzausgleich).
Abschnitt Xa beinhaltet Regelungen für den Verteidigungsfall (z.B. Befehls- und Kommandogewalt für die Streitkräfte).
Abschnitt XI enthält Übergangs- und Schlussbestimmungen (das sind Gesetze, die zum Teil nur vorübergehend Geltung haben).
DAS GRUNDGESETZ IM STÜCK
Folgende Artikel des Grundgesetztes werden in DU bist das Volk! direkt angesprochen:
Artikel 1 [Schutz der Menschenwürde]
Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt. Artikel 2 [Freiheitsrechte]
Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, sofern er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt.
Artikel 3 [Gleichheit vor dem Gesetz]
(1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.
(2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt.
Artikel 4 [Glaubensfreiheit]
Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich.
Artikel 5 [Meinungsfreiheit]
Jeder hat das Recht seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten.
Artikel 8 [Versammlungsfreiheit]
Alle Deutschen haben das Recht, sich ohne Anmeldung oder Erlaubnis friedlich und ohne Waffen zu versammeln.
Artikel 14 [Eigentum, Erbrecht und Enteignung]
Das Eigentum und das Erbrecht werden gewährleistet.
Artikel 16a [Asylrecht]
(1) Politisch Verfolgte genießen Asylrecht.
(2) Auf Absatz 1 kann sich nicht berufen, wer aus einem Mitgliedstaat der Europäischen Gemeinschaften oder aus einem anderen Drittstaat einreist, in dem die Anwendung des Abkommens über die Rechtsstellung der Flüchtlinge und der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten sichergestellt ist. Die Staaten außerhalb der Europäischen Gemeinschaften, auf die die Voraussetzungen des Satzes 1 zutreffen, werden durch Gesetz, das der Zustimmung des Bundesrates bedarf, bestimmt. In den Fällen des Satzes 1 können aufenthaltsbeendende Maßnahmen unabhängig von einem hiergegen eingelegten Rechtsmittel vollzogen werden.
Artikel 17 [Petitionsrecht]
Jedermann hat das Recht, sich einzeln oder in Gemeinschaft mit anderen schriftlich mit Bitten oder Beschwerden an die zuständigen Stellen und an die Volksvertretung zu wenden.
Artikel 20 [Verfassungsgrundsätze – Widerstandsrecht]
(1) Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.
(2) Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtssprechung ausgeübt.
Artikel 89 [Zuständigkeit der Bundeswasserstrassen]
Der Bund ist Eigentümer der Bundeswasserstraßen.
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Bühnentechnik
Spielfläche: ca. 6 Meter (Breite) x 5 Meter (Tiefe) ein Bühnenaufgang von hinten, Höhe 4 m, Portalbreite 6 m |
Licht und Ton: 8 dimmbare, getrennt ansteuerbare Versätze (Steckmöglichkeiten), sowie eine Lichtanlage mit Lichtpult.
Eine Tonanlage mit Gesangsmikrofonen mit Boxen aus dem Bühnenraum, ein CD-Spieler bzw. MD-Spieler |
| Platzierung: Licht und Ton müssen bei guter Bühnensicht zusammenstehen und während der Vorstellung von einem Techniker bedient werden können |
Theatersaal/Bestuhlung: Bestuhlung bzw. Zuschauer grundsätzlich so nah wie möglich an der Bühne.
Der Theatersaal und die Bühne müssen abgedunkelbar sein |
| Garderoben: Garderoben für drei Schauspieler in Bühnennähe |
| Feuer: Kein offenes Feuer |
| Aufbauzeit nach Ankunft: ca. 2,5 Stunden |
| Einleuchten/ Soundcheck: ca. eine Stunde nach Beginn des Aufbaus |
Technische Hilfen Aufbau: Für die Aufbauzeit wird eine Hilfskraft benötigt, die bei der technischen Einweisung der Licht- und Tonanlage behilflich ist.
Technische Hilfen Vorstellung: Die Vorstellung wird von einem Techniker des NTT gefahren |
| Aufführungsdauer: ca. 85 Minuten / ohne Pause |
| Catering: Über einen frischen Kaffee und Mineralwasser freut sich unser Ensemble jederzeit! |
| Gastspielorganisation und Kontakt: Claudia Brasse, Tel. 0221-3567377, Mobil 0173-2125100 |
Hinweis: Diese technischen Angaben sind Idealbedingungen. Sollten Sie über bestimmte Einrichtungen oder Technik nicht verfügen, können diese gegen geringen Aufpreis mitgebracht werden. Das Bühnenkonzept ist so angelegt, dass DU bist das Volk! auch auf etwas kleineren Bühnen gespielt werden kann. |
Besetzung
Spieler A: Claudia Brasse |
| Spieler B: Jens Spörckmann |
Regie: Jens Neutag |
| Bühne: Klaus Richter, Volker Probst |
| Musik: Toshi Trebes |
Autoren: Martin Maier-Bode, Jens Neutag |
Technik: Volker Probst |
| Fotos: Britta Radike, Claudia Goertsches |
| Grafik: Dagmar Hagen |
Projektleitung TAS: Reinhard Mlotek |
| Bühnenrechte:
Jens Neutag & Martin Maier-Bode |
| Aufführungsdauer: 75 Minuten ohne Pause |
| Premiere: 2. Oktober 2002 im Theater am Schachthof in Neuss |
© eine Produktion des NEUEN TENDENZ THEATERS
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Presse
Rheinpfalz, 19.5.2005
Macht was draus
"Schauspielerisch glanzvoll und mit viel Witz und Spontaneität meisterten Brasse und Spörckmann diese äußerst schwierige Aufgabe, nämlich Politik authentisch und spannend, vor allem aber “jugendgerecht” auf die Bühne zu bringen - und dies ohne den sprichwörtlich erhobenen Zeigefinger, aber auch ohne sich “einzuschleimen”. So wurden ihre Bemühungen mit begeistertem Beifall quittiert, was beweist, dass das Stück den schwierigen Spagat zwischen “Basis-Unterricht” in Sachen Politik und kurzweiliger Theaterunterhaltung hervorragend meistert.”
Der Patriot (Lippstädter Zeitung), 18.2.2005
Das Kanzler-Casting
"In atemberaubendem Tempo wechseln Claudia Brasse und Jens Spörckmann die Rollen und Szenarien. Und zwischendurch greifen sie immer wieder zum Mikro, um das Ganze mit eigenen Versionen von Nena-, Rio-Reiser- odr Westerhagen-Songs zu würzen. So ganz nebenbei erfährt das Publikum dabei einiges über Themen wie Glaubensfreiheit, Gleichberechtigung, Versammlungsfreiheit oder den aktuellen Zustand der Demokratie. Manchmal - wie bei einer herrlichen Impro-Nummer - dient das Grundgesetz aber auch nur als loser Aufhänger für ausgelassenen Blödsinn.”
Mitteldeutsche Zeitung, 12.5.2004
Politik mal erfrischend
"Das Spiel der beiden Mimen geriet so temperamentvoll und intensiv [und] die fast zwei Stunden vergingen so kurzweilig - man hätte noch länger zuschauen und zuhören mögen. (...) Viel Lob gab es für das Stehgreifspiel. (...) Marian und Sebastian gefiel es, `wie die Schauspieler aufs Publikum eingegangen sind`.”
Holsteinischer Courier, 5.6.2004
“Wipo-Unterricht auf amüsante Art"
"Es war die umwerfende Art, wie die beiden Darsteller so trockene Inhalte des Grundgesetzes rüberbrachten wie den Artikel 3: “Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich” (...) Tobias Nöthel (15) war hin und weg: “Ich hätte nicht gedacht,dass das Grundgesetz derart amüsant erklärt werden kann”, lachte der Schüler begeistert.”
Rheinische Post, 15.6.2004
Du bist das Volk - mach was draus
"Politisches Kabarett für diese Altersgruppe ist eine schwierige Sache. Aber was die Darsteller Claudia Brasse und Jens Spörckmann da herüber brachten, war spitzenmäßig aufbereitet - eine einzige Gaudi für die Schüler, die keinen Moment ans Stören dachten. Und eine Menge Information dürfte “hängen geblieben” sein.”
Blickpunkt Hoya, 3.3.2004
"Ohne Zeigefinger und “doppelten Bildungsboden” vermittelten die beiden Darsteller den Schülern in einem gelungenen Mix aus Witz, Improvisation und Musik Spaß und Lust auf Einmischung in die Politik und den politischen Alltag.”
Syker Zeitung, 28.2.2004
Skurrile politische Plauderstunde
"Ob als Väter der Verfassung, pubertierende Teenies aus der Bravo-Lovestory oder Chartstürmer der vergangenen Jahre - das Duo versteht es, den Nerv der Zeit zu treffen, jugendliche Entwicklungen aufzugreifen und zu einer lockeren Plauderstunde über Politik und Demokratie aufzubereiten.”
Die Harke, 28.2.2004
Flirt mit dem Grundgesetz
"Mit Witz, Charme und verrückten Ideen begeisterten Jens Spörckmann und Claudia Brasse die Zuschauer. Geschickt verknüpfte dieses Kabarett-Stück Unterhaltung mit Politik, und das mit großem Lerneffekt.”
Ahlener Zeitung, März 2003
Wenn ich Kanzler von Deutschland wär´
"Wie zufällig zitierten die Akteure Gesetzesartikel und streuten Fachbegriffe von Petitionsrecht über Versammlungsfreiheit bis zur Gleichberechtigung in die Handlung ein. `Jeder kann sich viel mehr einbringen, denn alle Staatsgewalt geht vom Volke aus´, warben die Darsteller für mehr politische Aktivität. Was passiert, wenn `man sich einbringt´, erlebten die Zuschauer in der Improvisationstheater-Einlage. Für ihre überzeugende, spontane Umsetzung des Themas gab es begeisterten Sonderapplaus."
Rheinische Post, 4.10.2003
Kanzlerwahl als Casting-Show
"Statt trockener Zahlen gab es fetzige Lieder und unterhaltsame Dialoge, bei denen die Botschaft aber nicht zu kurz kam.”
Westdeutsche Zeitung, 5.10.2002
Ein erotisch aufregendes Wählerleben
"Eine ungewöhnliche Nachhilfestunde in deutscher Geschichte feierte jetzt im Theater am Schlachthof Premiere. Auf ihre ganz spezielle Weise erfüllen die beiden Schauspieler ihren Auftrag, das Grundgesetz näher zu bringen und der Jugend die Politik schmackhaft zu machen. Ein kurzweiliger Abend mit der richtigen Mischung aus Witz, Improvisation und Musik, bei dem Claudia Brasse und Jens Spörckmann mit viel Frische und Spontaneität ihr kabarettistisches Talent einmal mehr unter Beweis stellen."
Neuss Grevenbroicher Zeitung, 5.10.2002
Piep-Wahl und Pop-Kanzler
"Das Facettenreichtum der beiden Schauspieler und der Einfallsreichtum der beiden Urheber des Grundgesetz-Kabaretts vereinigten sich zu einer fröhlichen, abwechslungsreichen und sehr amüsanten Vorstellung. Hinzu kam die geschickte Vermittlung von politischem Wissen; ohne es bemerkt zu haben, waren die Zuschauer nachher um einige Begriffe klüger. Würden Brasse und Spörckmann in Schulen auftreten, könnte sich das Ergebnis der Pisa-Studie in rasantem Tempo verändern.
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